Wie kam es zu „Florian wird Unternehmer“?

Es war in den Osterferien 2015. Zusammen mit meiner Frau und meinen beiden Kindern Aeneas (4 Jahre) und Vivian (13 Jahre) waren wir im Urlaub in den Niederlanden. Wir hatten ein Bungalow gemietet und wollten eigentlich eine ganze Menge unternehmen. Doch an vielen Tage regnete es. Meine Tochter Vivian schrieb an einem Buch, von dem sie immer wieder Teile auf einer Online-Plattform zur Diskussion stellte und von Gleichaltrigen Feedback erhielt. Darüber hinaus schien sie mir aber oft gelangweilt. Irgendwann schlug ich vor, ob wir nicht einfach zum Spaß hier im Urlaub zusammen ein Unternehmen gründen wollten.

Sie war sehr entsetzt: „Papa, ich habe Urlaub!“ und „Papa, ich bin noch ein Kind. Kinder dürfen überhaupt nicht arbeiten.“ Mit ihren Rechten kannte sie sich offenbar gut aus. Ich dachte mir: „Spannend, was man in der Schule so lernt und welche Art von Glaubenssätzen sie so mitbekommen hat.“ Auf die Idee, dass man ein Unternehmen führen könnte, einfach weil es Spaß macht, sich selbst zu verwirklichen und dabei auch noch Geld verdient, kam sie offenbar gar nicht. In diesem Moment begann ich den Gedanken weiter zu spinnen: Was wäre, wenn die eigene Arbeit wirklich Spaß machen würde. Was, wenn man das, was man tut, mit Leidenschaft macht und die Zeit irre schnell vorbei geht, weil wir im Flow sind und voll eintauchen in unsere Aufgabe.

Am nächsten Tag fing ich an „Florian wird Unternehmer“ zu schreiben. Es floss nur so aus mir heraus. Vivian wollte davon nicht wirklich etwas wissen. So schrieben wir nebeneinander her unsere Bücher. Je mehr ich ins Schreiben kam, umso mehr wurde mir klar, dass Jugendliche in manchen Bereichen mindestens genauso gut ein Unternehmen gründen können wie Erwachsene. Sie brauchen Strategien und Unterstützung, aber die brauchen erwachsene Unternehmer auch – und wenn sie sie nicht annehmen, dann klappt es auch oft nicht. Ein Großteil der gegründeten Unternehmen schließt schon in den ersten Jahren.

Je mehr das Buch Form und Inhalt annahm, desto häufiger erzählte ich davon und stieß auf offene Ohren. Dann bekamen einige Erwachsene das Buch zu lesen. Ihr Feedback war ermutigend und so schrieb ich das Buch bereits im Mai auf Mallorca zu Ende und hatte gleich eine Menge Ideen für den zweiten Band.

Meine Vision ist es, Jugendliche zu ermutigen, Ihr eigenes Unternehmen zu gründen und damit ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wer ein Unternehmen gründet, übernimmt Verantwortung für sich und das Leben vieler andere. Er wird zu einem Gestalter und das wirklich sich unweigerlich auf die Persönlichkeit aus. Unternehmer haben dem Leben gegenüber eine andere Haltung und Einstellung. Ich denke, wir brauchen mir davon, um die Zukunft zu gestalten und die angehenden Herausforderungen zu meistern.

Mein Wunsch ist, dass ganz viele Jugendliche die Chance bekommen, für sich zu prüfen, ob sie nicht Unternehmer werden wollen und den Spaß sowie die Freiheit des Unternehmerdaseins zu genießen.