Das Buch ist da!

Heute ist Band 1 von „Florian wird Unternehmer“ eingetroffen! Es war ein schönes Gefühl das Paket auszupacken und den Inhalt zu überprüfen. Ich habe bisher sechs Bücher veröffentlicht. Insofern ist es nichts Neues für mich, aber diesmal war das Gefühl doch anders. Vermutlich, weil ich noch nie an einem Buch alles selbst gemacht habe. Gerade die letzten Schritte haben nochmal sehr viel Zeit gebraucht. Dafür habe ich jetzt viel gelernt, so dass beim zweiten Band alles viel schneller gehen kann.

Was muss alles passieren, damit ein Buch gedruckt vor einem liegt?

Florian-slider-gross-870x668Ich möchte Euch ein wenig darüber erzählen, wie ein Buch entsteht. Es geht los mit einer Idee im Kopf des Autors. Wie ich darauf kam, habe ich ja bereits im letzten Blog-Artikel erzählt. Es war im Oster-Urlaub mit meiner dreizehnjährigen Tochter Vivian Ann Dakota. Ich habe dort angefangen, das Buch auf dem Laptop in Word zu schreiben. Wenn ich es mache, dann richte ich mir von Anfang an die Seitengröße und die Ränder so ein, wie es dann am Ende sein soll. Die Formate bekommt man von dem Druckanbieter – in meinem Fall Books on Demand, mit denen ich auch früher schon meine Flirtbücher herausgebracht habe. Ich finde es einfach motivierender, wenn ich gleich sehe, wie viele Seiten im Endformat ich schon geschrieben habe.

Tja und dann heißt es: Ran an die Tasten! Ich schreibe in der Regel einfach drauflos. Wenn es mir nicht gefällt, kann ich es ja jederzeit wieder umschreiben. So entsteht dann langsam eine Geschichte im Kopf und auf dem Papier. Wenn man jeden Tag ein paar Seiten schreibt, dann wächst es schnell an. Bei „Florian wird Unternehmer“ sind die Seiten verglichen mit meinen früheren Sachbüchern recht klein (12 x 19 cm) und die Schrift ist auch relativ groß, so dass man in ein paar Minuten eine Seite schreiben kann. Dann geht die Geschichte mit mir herum und in Gedanken entwickle ich sie weiter.

Diesmal war es so, dass es nach dem Urlaub eine Pause gab und ich die Geschichte dann auf Mallorca, abends und in den Pausen von einem Seminar, weiter geschrieben habe. Da war ich nicht mehr zu bremsen. Wenn ich von einem Strandspaziergang zurückkam, konnte ich so manches Kapitel einfach nur runter schreiben. Hier gab es auch die ersten Personen, denen ich davon erzählt habe und – was neu für mich war – zum ersten Mal habe ich es auch jemanden zu lesen gegeben, bevor das Buch fertig war. Das war in diesem Fall Evi Anderson-Krug, meine Cotrainerin und unsere Trainerin in Augsburg. Das war sehr schön, meine Ideen mit jemand zusammen zu diskutieren und so manche Idee, wie z.B. die Idee mit den Kinder-Anhängern fürs Fahrrad kommt von ihr. Insbesondere habe ich sie immer wieder gefragt, ob ich in der Liebesgeschichte mit Nela nicht zu dick aufgetragen habe.

Als das Buch soweit fertig geschrieben war, habe ich es selbst noch mit etwas Abstand zweimal durchgelesen und Fehler korrigiert. Ich weiß noch, das war am Flughafen von Mallorca. Dann ging es an fünf Personen, die es auf Rechtschreibung, Grammatik und Inhalte überprüft haben. Zusätzlich ging das Buch noch an drei Jugendliche. Hier gebührt mein Dank Annemarie Freitag, die das Buch an einige Jugendliche und ihre Eltern weitergegeben hat. Ein Feedback von einer Mutter hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Sie sagte nämlich, ich solle weniger Informationen über Unternehmer geben und besser die Liebesgeschichte zwischen Nela und Florian weiter ausbauen. Sie gehörte offenbar nicht zur Zielgruppe des Buches. Von meiner Tochter Vivian kam leider kein richtiges Feedback – vermutlich hat es sie auch nicht angesprochen und sie traute sich nicht, es mir zu sagen. Ein weiterer Jugendlicher war Noah, der mir zumindest indirekt Mut gemacht hat, das seine Mutter meinte, er hätte das Buch fasziniert durchgelesen und würde jetzt sehr viele Fragen stellen, wie er denn Geld verdiene könne, was sie auf die Lektüre des Buches zurückführt. Ein besseres Feedback hätte ich gar nicht bekommen können. Doch auch von den Erwachsenen kam positives Feedback und natürlich ganz viele Kleinigkeiten, die dann in das Buch eingearbeitet wurde.

Dann ist mir noch zufällig auf einem Seminar Hans-Hermann Löwer begegnet, ein professioneller Texte, der mit seinem Sohn die ersten beiden Kapitel super überarbeitet hat und vorgeschlagen hat, dass Florian doch in einer einfacheren Sprache und mit mehr Jugendlichen-Ausdrücken sprechen sollte. Ich habe daraufhin das Buch dann nochmal überarbeitet und einige Aussagen, die Jugendliche sagen, verändert.

Als nächstes machte ich mich auf die Suche nach einen passenden Schrift für das Buch. Dabei habe ich viele Bücher aus meinem eigenen Bücherregal genau angesehen und im Internet recherchiert. Ich habe mir einige Schriften heruntergeladen, installiert und die Wirkung angeschaut. Am Ende habe ich mich dann aber doch für die einfache Garamond-Schrift entschieden.

Anschließend ging es in einen allerletzten Durchgang. Da habe ich dann das Layout optimiert, z.B. die „Anführungszeichen“ ausgetauscht durch die internationalen und die Einrückungen bei neuen Absätzen vorgenommen. Außerdem mussten die ersten Seiten noch gestaltet werden mit dem Titel und dem Impressum. Bei „Florian wird Unternehmer“ war die Schwierigkeit, dass ich bis dahin noch gar keinen Titel für den ersten Band hatte, sondern nur den Titel der Reihe. So kam es dann zu dem Titel „Das erste Geld“. Ein früherer Arbeitstitel war „Der Traum“ und „Der Einkaufsservice“.

Dann kamen die letzten Seiten an die Reihe, auf denen ich auf das Projekt hinweise und auch schon das Cover für Band 2 einsetzen wollte. Bis dahin wollte ich das Cover eigentlich einen externen Graphiker machen lassen. Aber, wenn ich schon keine Idee habe, dann hat der vermutlich erst recht keine. Entschuldigung, liebe Graphiker, aber ich bin wirklich mit schlechten Erfahrungen der Vergangenheit übersät. Die Graphiker, die ich kenne, waren gut im umsetzen, aber nicht gut im kreativen Erfinden. Also, dachte ich mir, mache ich das Cover lieber selbst. Ihr habt es ja schon gesehen. Nachdem ich eine Weile im Netz herum gesurft bin und so gar keine Idee hatte, wie man mit einem Bild ausdrücken kann, dass ein Jugendlicher Unternehmer wird, da habe ich es eine Weile mit Bildern von Supermärkten probiert. Und dann habe ich es aufgegeben. Eine Stunde später jedoch wieder weiter gemacht und dann stach mir das jetzige Cover-Motiv in die Augen und ich wusste sofort: Das ist es! Ich habe das Bild gleich bei Fotolia gekauft und eine ganze Serie dazu. Der Urheber muss dann natürlich auch im Buch vermerkt werden, was ich auch getan habe. Aus einem Bild entsteht aber noch kein Cover. Also habe ich das dann zusammengebaut. Erst in PowerPoint, weil ich dort schneller sehe, wie es aussieht und die Operationen sehr leicht sind. Anschließend habe ich es dann im Photoshop nachgebaut und die Graphiken in hoher Auflösung verwendet. Hier musste ich genau abmessen – es ist Millimeterarbeit, damit dann beim Buchrücken später alles passt. Dann noch einen Text für die Rückseite schreiben und fertig – Nein! Es fehlt noch die ISBN-Nummer und der Barcode, der heutzutage auf alle Bücher hintendrauf gehört.

Das ISBN-Tool von BOD hat irgendwie bei mir nicht funktioniert. Zum Glück habe ich bereits einen eigenen Verlag mit eigenen ISBN-Nummern. So habe ich eine von unseren genommen. Allerdings war der Ordner mit den Nummern nicht da, wo er hingehört und so musste ich noch einen Tag warten. Mit der ISBN-Nummer konnte ich bei einem kostenfrei Tool im Netz den Barcode erstellen und dann als Graphik auf die Rückseite vom Buch einbinden. Jetzt war das Cover fertig. Ich habe mich dann gleich an das Cover vom zweiten Band gemacht, denn das sollte ja als Vorschau hinten rein. Hier habe ich noch etwas länger gewerkelt bis es mir gefallen hat. Ich wollte es ursprünglich als 3D-Abbildung herein setzen und habe mir diverse Softwareprogramme zusammen mit Tina angeschaut, aber am Ende fand ich eine viel einfachere Lösung, die ihr im Buch sehen könnt.

Das fertige Cover und der fertige Buchinnenteil wird in ein PDF verwandelt, Das hat mich auch nochmal drei Stunden gekostet hat, bis alles richtig war. Nun konnte ich es aber bei BOD hochladen und online gleich prüfen lassen. Es gab einige Fehlermeldungen, aber nach mehreren Versuchen hat es dann geklappt. Nun noch ein paar Einstellungen: Cremeweiß als Papierfarbe, Gewicht 90 g Papier, 160 Seiten, Paperback mit Klebebindung und dann ging es in den Druck!

Und heute – eine paar Tage später – war es dann da! Schön gedruckt und in eine Folie eingehüllt. Auf Amazon ist es auch schon erhältlich.

In den nächsten Tage erwarte ich noch die Ebook-Version. Diese soll in den nächsten 8 Wochen kostenlos downloadbar sein.

 

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